| lyric | 1. Es kamen grüne Vögelein geflogen her vom Himmel und setzten sich im Sonnenschein in dfröhlichem Gewimmel all’ an des Baumes Äste und saßen da so feste, als ob sie angewachsen sei’n.
2. Sie schaukelten in Lüften lau auf ihren schwanken Zweigen. Sie aßen Licht und tranken Tau und wollten auch nicht schweigen. Sie sangen leise, leise auf ihre steille Weise von Sonnenschein und Himmelblau.
3. Wenn Wetternacht auf Wolken saß, so schwirrten sie erschrocken; sie wurden von dem Regen naß und wurden wieder trocken. Die Tropfen rannen nieder von grünendem Gefieder, und desto grüner wurde das.
4. Da kam am Tag der scharfe Strahl, ihr grünes Kleid zu sengen, und nächtlich kam der Frost einmal, mit Reif zu besprengen. Die armen Vögelein girrten und auseinander schwirrten. Wohin sie flogen, weiß man kaum.
5. Da trat ein starker Mann zum Baum und hub ihn an zu schütteln, vom obern bis zum untern Raum mit Schauer zu durchrütteln. Die bunten Vögelein girrten und auseinander schwirrten. Wohin sie flogen, weiß man kaum. |