Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Es blühen die Maien bei kalter Winterszeit,

Liedtext

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first_line1. Es blühen die Maien bei kalter Winterszeit,
lyric1. Es blühen die Maien bei kalter Winterszeit,
ist alles voll Freuden auf unsrer Schäfersweid.
Ja alles ist in schänster Blüt,
die Erd bringt süßen Geruch herfür.
Es singet und klinget;
mit Flöten blasen, Harfen schlagen
ich mag’s euch ja nicht all’s sagen,
was sich zugetragen.

2. Heut ist uns geboren
der Heiland dieser Welt,
und Gott ist Mensch worden,
wie jene Stimm vermeldt.
Es singt die schöne Nachtigall,
ich seh vom Himmel einen Strahl,
von ferne auf Erden.
Es steigt die Sonn vom Himmelssaal
und neiget sich auf einen Stall,
die Engel singen all.

3. Ein schönes Kindleinl
es liegt auf bloßem Heu,
in lieblichen Windleinl
zwei Tier sind nebenbei
und schnaufen seine Füßlein an,
daß ihm der Frost nicht schaden kann.
Es greinet und weinet,
ist denn in dieser ganzen Stadt
kein Ort, daß Gott ein Herberg hat?
O wohl ein Schand und Spott!

4. Ach ruhe, ach schlafe,
o allerschönstes Kind!
Ich wache und klage,
bereue meine Sünd.
Es ist ja heut die letzte Nacht,
die ich in Sünden g'schlafen hat
will büßen, es fließen
die Tränen voll ins Angesicht.
Ach liebes Kind, verlaß uns nicht
wenn jene Stund anbricht!

5. Ach Kindlein, laß g'schehen,
daß ich in voller Freud
dich einmal kann sehen
in deiner Herrlichkeit!
Du wirst einmal mein Richter sein.
und ich werd viel zu g'ring erschein'.
Dein Weinen laß scheinen!
Gib mir noch heute wahre Reu,
weil noch die Zeit der Gnaden sei!
O Kindlein, steh mir bei!
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