Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Entfernt von Gram und Sorgen

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first_line1. Entfernt von Gram und Sorgen
lyric1. Entfernt von Gram und Sorgen
erwach ich jeden Morgen,
wenn ich vorher die Nacht
sanft schlummernd hingebracht.
Die Freiheit in dem Herzen,
hab ich das höchste Gut:
und ohne Sorg und Schmerzen
bleib ich bei gleichem Mut.

2. Hier ruh’ ich und ergötze
mich an des Bach’s Geschwätze,
der, halb im Busch verhüllt,
leis’ aus dem Felsenquillt;
hör’ sie in blauen Lüften
das Chor der Lerchen singt;
in des auf Blumentriften
das munt’re Lämmlein sprint.

Seh ich bei Feldschalmeien
das LAndvolk sich erfreuen,
misch ich mich in die Reihn
der Dörferinnen ein,
und heb im leichten Schwunge,
mein Dirnchen flink empor;
mir tut’s kein Bauernjunge
an Mut und Lust zuvor.

3. So fern von Harm und Neide,
scherz’ ich bei Lieb’ und Freude
mit unbewölktem Sinn
froh meiner Tage hin.
Mir blühet nie vergebens
ein Blümlein auf der Flur,
ich nütz’ die Zeit des Lebens:
denn einmal lebt mannur!
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