| lyric | 1. Er gab und nahm. Dem weisen Gott sei Preis selbst wo die Träne rinnt. Bei ihm das zarte Reis den neuen Lenz beginnt. Drum klag nicht um die welke Blüte, vertrauet Gottes Vatergüte, entsagt dem Gram!
2. Getrost, o Herz! Der dir die Bürde reicht, reicht dir auch seinen Stab. Den bangen Schmerz macht seine Gnade leicht, sie kürzt ihn liebend ab. Der Wunden schlaget, heilt auch Wunden, er lässt das kranke Herz gesunden; getrost, o Herz in Gottesruh’!
3. O Gottesruh’! Du nimmst, was dein ist auf; das Haupt verlangt sein Glied. Früh geht zur Ruh’, zu Engeln frph hinauf, wer früh von hinnen schied. Was uns entschwand am Lebensmorgen, das finden wir einst wohlgeborgen in Gottesruh’!
4. So trägt der Herr, was in der Blüte fällt, an der Vollendung Ziel. O Ewiger! wie sind in deiner Welt der Wohnungen so viel, und Erd’ und Himmel fest verhunden! Preisdir, schon in den Trennungsstunden, Preis dir, o Herr! |