Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Es wott es Jungfräueli reisen

Liedtext

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first_lineEs wott es Jungfräueli reisen
lyricEs wott es Jungfräueli reisen
an einer Morgenstund,
wott reisen i Vaters Lustgarten,
da würde sein Herzli gesund.
wott breche rothi Röseli ab,
wott ihm ein Kränzeli machen
von allerlei Blüemlene fein.

Es schaute neben ume
sah einen cholschwarze Ma
er gleichet wohl einem Münche [Pfaffe]
schwarz Chütteli hat er a
Er hat noch weder Fleisch und Bluet
sein Mund war ihm verblichen
er gleichet wohl einem Geist

„Schön Aenneli, wolltest du mit mir
an einem Abendtanz?
Was müeßt man dir auflegen?
Ein wunderschöner Kranz
Womit müeßt er gezieret sein?
Mit Silber und rotem Golde
von allerlei Edelgestein

Schön Aenneli, wolltest du wissen
wollst wissen, wer ich bin?
Schön Aenneli, wolltest du wissen
wollst wissen, wer ich bin?
l bi nume der bittere Tod genannt
mueß alle Länder durchreisen
mueß reisen in alle Land

„O sötti denn jetze scho sterbe?
I bi no viel zu jung
Was würde mein Vater denn sagen
wenn er mi de niene meh fung?
I bi nume sein einziges Töchlerlein
viel Hab und Guet z´erwarte
l bi nume sein einziges Kind

Er nahm sie wohl bei der Mitte
wo sie am schwächsten war
und schlug sie wohl auf die Erde
ins Laub und ins grüene Gras
Sie weigeret ihre braun Äugelein
und betet zu Gott dem Vater
um ein glückseliges End´
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