| lyric | Es wott es Jungfräueli reisen an einer Morgenstund, wott reisen i Vaters Lustgarten, da würde sein Herzli gesund. wott breche rothi Röseli ab, wott ihm ein Kränzeli machen von allerlei Blüemlene fein.
Es schaute neben ume sah einen cholschwarze Ma er gleichet wohl einem Münche [Pfaffe] schwarz Chütteli hat er a Er hat noch weder Fleisch und Bluet sein Mund war ihm verblichen er gleichet wohl einem Geist
„Schön Aenneli, wolltest du mit mir an einem Abendtanz? Was müeßt man dir auflegen? Ein wunderschöner Kranz Womit müeßt er gezieret sein? Mit Silber und rotem Golde von allerlei Edelgestein
Schön Aenneli, wolltest du wissen wollst wissen, wer ich bin? Schön Aenneli, wolltest du wissen wollst wissen, wer ich bin? l bi nume der bittere Tod genannt mueß alle Länder durchreisen mueß reisen in alle Land
„O sötti denn jetze scho sterbe? I bi no viel zu jung Was würde mein Vater denn sagen wenn er mi de niene meh fung? I bi nume sein einziges Töchlerlein viel Hab und Guet z´erwarte l bi nume sein einziges Kind
Er nahm sie wohl bei der Mitte wo sie am schwächsten war und schlug sie wohl auf die Erde ins Laub und ins grüene Gras Sie weigeret ihre braun Äugelein und betet zu Gott dem Vater um ein glückseliges End´ |