| lyric | 1. Mein junges Leben hat ein End, Mein Freud und auch mein Leid, Mein arme Seele soll behend Scheiden von meinem Leib. Mein Leben kann nicht länger stehn, Es ist sehr schwach, es muß vergehn, Es fährt dahin mein Freud.
2. Es fährt dahin ein weiten Weg mein Seel mit grossem Leid, mein Leib man traurig ins Grab einlegt, wie Äschen er zerstäubt, als wenn er nie gewesen wär und nimmermehr wär kommen her aus meiner Mutter Leib.
3. Ade, ade, o Welt, ade! Verlassen muß ich dich. Inm dir hab ich kein Freud nicht mehr, von dir muß scheiden ich. In dir hab ich kein Freud und Ruh, man druck mir dann die Augen zu, das muß ich klagen sehr.
4. Ich klag nicht, daß ich scheiden soll von dir, du schnöde Welt: allein mein Herz ist Trauerns voll, daß mich mein Sünd überfällt dich ich mein Tag begangen hab, die hilft mir von meim Leben ab und bringt mein Leib ins Grab.
5. Gesegne dich Gott: Stern, Sonn und Mond, desgleichen Laub und Gras und alles auf der Erden Grund und was der Himmel beschloß. Ich befehl mich nun dem Schutzherrn mein mit allen lieben Engelein. Ade, zu guter Nacht.
6. Der dieses Liedlein hat erdacht aus traurigem Herzen sein, der wünscht hiemit vile guter Nacht seinem Weib und Kindlein klein; befiehlt sie Gott dem Herrn allein, derwöll hinfort ihr Helfer sein und sie beschätzen fein. |