| lyric | 1. Nimmer hört man mehr den Schall von der lieben Nachtigall, seit der ungefüge Winter kam. Traurig stehen Berg und Tal ohne Blätter überall, die der Reif von allen Zweigen nahm. Wonniglicher Blumen Schein nirgend will entspringen, und die kleinen Vögelein hört man nicht mehr singen. Lieber Mai, mußt du so ferne sein!
2. Nur im stillen Erdengrund tut sich heimlich Leben kund, Winter streifte Blumen ab und Laub, doch es schlägt ihm die Stund, ob an Feld und Wald jetzund kräftig er auch übet seinen Raub. Mai, so laß und du deinen Tau Flur und Anger decken, daß die Blumen gelb und blau ihre Köpflein recken, und in lichter Wonne blüh die Au! |