| lyric | Wohlauf, wohlauf! Mit lauter Stimm tut uns der Wächter singen: Wer noch in tiefem Schlafe liegt, der mach sich bald von hinnen! Ich seh daher die Morgenröt wohl durch die Wolken dringen.
2. Der Knab, der war entschlafen gar und schlief wohl also süße, die Jungfrau aber weiss war, weckt ihn mit einem Kusse; sie küßt ihn freundlich an sein Mund: „Jetzt geht es an eine Scheiden“.
3. „Und der uns scheidt, das ist der Tod, der scheidt uns also harte, er scheidet manches Mündlein rot, dazu mein Buhzlen zarte. O reicher Gott, durch deine Güt, wie scheidest uns so harte.“
4. Der Knab wohl auf sein Rößlein sprang, er ritt gar bald von dannen. Die Jungfrau sah ihm nach hindann, groß Leid war ihr zuhanden: „Reitst du hinweg, spar Gott dich gsund! Mein Herz tut nach dir langen.“ |