| lyric | 1. Was ziehen so freudig durch's hehre Land, die appenzellischen Söhne? Was brausen an riesigen Felsenwand der Männer gewaltige Töne? Was einst diese Scharen in frohe Reihn, was will wohl so festlich gefeiert sein?
2. O Freiheit und du, o mein Vaterland, euch gelten die heiligen Stunden. Das unauflösliche starke Band, das einst unsre Väter verbunden, heut knüpfen’s hochherzige Männer neu und schwören sich heilige Schweizertreu.
3. Am Speicher, am Stoß dort, voll Löwenmut, belehrten die Väter den Deutschen, der’s wagte, zu reizen das heiße Blut der Rachegewckten, es peitschten das prahlende, frevelnde Ritterheer die Freien mit mächtigem Arme schwer.
4. Und klüger nicht worden durch eiserne Faust, versuchen sich wieder die Tollen, zu siegen mit List, doch wild umbraust von appenzellischem Grollen, fand an der Wolfshalde dort jäh hinab der höhnenden Ritter sein blutig Grab.
5. So preisen des Vaterlands Söhne heut der Väter gefeierte SChlachten, geloben mit schweiz’rischer Tapferkeit den Tod auch, wie sie, zu verachten, geloben’s einander mit Mund und Hand: Gott schirme uns ewig das freie Land! |