| lyric | Wie liegt die Heide so einsam leer! Der Winter breitet sein Bahrtuch her. Ein Windstoß durchs tote Krautm ein Ächzen im Schnee, wie Geisterlaut!
Hrt an des Heidehügels Saum, ragt über ein uralter Eibenbaum. Der grünt und blüht in Schnee und Eis, der reckt zum Hünengrab sein Reis.
Bald ist wie Weinen sein Flüsterklang, bald rauscht er heimlichen Heldensang. Jahrtausende gingen; was ist ihm dieZeit, hier wehen Schauer der Ewigkeit.
Hier braust stolzer Germanenmut, hier floß eines Volkes Edelblut. Ein König ward zu Grabe gebracht, der Eibenbaum hält die Totenwacht. Er reckt sein Äste trutzig weit und träumt von alter, alter Zeit! |