| lyric | 1. Es zieht ein Spielmannsknab durchs Land, singt eine selt’ne Weis’, den Hut bekränzt ein blaurot Band und ein jung Lindenreis. Und wer sein Wunderlied gehört, ward von der Melodie bethört, und was in jede Seele dringt und zab’risch jede Brust bezwingt, ist immer nur das Eine. Mägdlein hüte dein Herz!
2. In Stadt und Land, auf Au und Haid, in dem Palast und Hütt’, ob Edelfräulein oder Maid dem Knab’ entgegentritt, da schlägt die Sait’ er an und singt dazu sein Lied, das zaub’risch klingt. Das Mieder wogt, die Minne glüht, wenn Spielmannsknab’ im Ton entglüht; das eine, nur das eine: Mägdlein hüte dein Herz!
3. Der Herbstwind streift das letzte Blatt von Lind’ und Haselstrauch. Was jüngst noch hell erklungen hat allwärts, verweht ist’s auch. Öde liegt die Flur, der Acker brach. Im Herzen bebt das Echo nach, was einst der liebe Knabe sang und zab’risch jede Brust bezwang: das eine nur das eine: Mägdlein hüte dein Herz! |