| lyric | 1. Die liebe Sonne vor der Laube, der Pfeife Dampf, der uns umweht, ein gutes Glas von unsrer Traube, das freundliche auf dem Tische steht. Das sind des Alters kleine Freuden, man wird bescheiden!
Strümpfe stricken, leise nicken, denkend still an schönre Zeit, plaudernd durch das Fenster blicken unser liebster Zeitvertreib! Das sind des Alters kleine Freuden, man wird bescheiden!
2. Wir sehen Jahre kommen, gehen, und wenn durchfroren und beschneit die Bäume kahl und frostig stehen, dann denken wir der Frühlingszeit. Das sind des Alters kleine Freuden, man wird bescheiden!
Hochmodern mit kecken Gesten sich die Jugend um uns dreht, wlten Frauen doch am besten ihre alte Haube steht. Das sind des Alters kleine Freuden, man wird bescheiden!
3. Sonntagsgang mag uns erfreuen durch Sonnenglanz und Ernteglück, im „Weißen Kreuz“ bei gutem „Neuem“ spricht man von Statt und Politik. Das sind des Alters kleine Freuden, man wird bescheiden!
Kommt dann eine, uns zu fragen, das geschieht wohl dann und wann, welche Freude, ihr zu sagen: kriegst noch bald genug ’nen Mann! Das sind des Alters kleine Freuden, man wird bescheiden!
4. Wir sahen gut’ und böse Tage durch unser langes Leben ziehn; wir trugen Freude, trugen Plage, doch munter blieb uns Herz und Sinn! Das sind des Alters kleine Freuden, man wird bescheiden! |