| lyric | 1. Wollt ihr unsern Garten sehn? Wo die roten Rosen stehn, wo die süßen Düfte wehn, Blumen sich an Blättern schmiegen und sich leis im Winde wiegen?
O schöner Gärtner komm zu uns un dpflücke unsre Blumen hier! O schöner Gärtner, komm zu uns und pflücke die Liebesrose dir!
Euer Garten dient zum Putz, unsrer ist zu Besserm nutz: Unter sicherm Windesschutz reifen Kürbis und Melonen, die die Mühe besser lohnen.
O schönes Mädchen, komm zu uns, verüße uns die Arbeit hier, o schönes Mädchen, komm zu uns und bring’ die Liebesrose mir!
2. Abends, morgens einerlei tragen Wasser wir herbei, daß die Erde fruchtbar sei, uns mit Tulpen zu belohnen, statt mit Kürbis und Melonen.
Guten Dünger bringen wir! Duftend wie die Rosen schier streuen wir ihn dort un dhier! Dann wächst Lauch und Petersilie, nützlicher als Ros’ und Lilie!
3. Große Sorge tragen wir um das köstliche Spalier an der sonn’gen Mauer hier, daß uns nicht des Wetters Tücken unsre zarten Blüten knicken.
Unser Kohl ist nicht so zart, ist von andrer, bessrer Art! Droht ein Wetter rauh und hart, denken wir beim vollen Glase: willst du blasen, Wind, so blase!
4. Laßt nun diesen eitlen Streit! Denkt in froher Dankbarkeit, daß die liebe Sommerszeit nach des Schöpfers Wohlgefallen reichen Segen bringt uns allen! |