| lyric | Am Rhein, am grünen Rheine, da ist so mild die Nacht, die Rebenhügel liegen in goldner Mondespracht! und an den Hügeln wandelt ein hoher Schatten her, mit Schwert und Purpurmantel, die Krone von Golde schwer!
Das ist der Karl der Kaiser, der mit gewltiger Hand, vor vielen hundert Jahren geherrscht im deutschen Land! Er ist herauf gestiegen zu Aachen aus der Gruft und segne seine Reben und athmet Traubenduft!
Bei Rüdesheim da funkelt der Mond in’s Wasser hinein und baut eine goldene Brücke wohl über den grünen Rhein; der Kaiser geht hinüber und wandelt langsam fort, und segnet längs dem Strome die Trauben an jedem Ort!
dann kehrt er heim nach Aachen und schläft in seiner Gruft, bis ihn im neuen Jahre erweckt der Traubenduft! Wir aber füllen die Römer und trinken im goldenen Saft uns deutsches Heldenfeuer, und deutsche Heldenkraft |