Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Im Oberland gideiht e fröhlis Gmüet,

Liedtext

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first_lineIm Oberland gideiht e fröhlis Gmüet,
lyricIm Oberland gideiht e fröhlis Gmüet,
wie niene sust e so schöni Züribiet.
Lauft um de Bachtel zringelum und um,
tönts überall: Gottgrüezti, bis willkomm!

Und Maitli häts do wie-n-e großi Schar,
mit bleuen Augen und mit blondem Haar,
mit gsunder farb und sammetweicher Hut,
da chlopft eim s’Herz schier überlut!

Bim alte Lindebaum vor ’s Nochbers Hus,
det stoht es Maitli, ’s ribt sich d’Augen us.
Bhüet Gott, min liebe Heiri, blib mer treu,
wänn d’i Fröndi bist, schrib flißig hei.

So möchti müsse, wer ems überl nähm,
wänn eine meh als eini überchäm.
dänn aber setzts e so en Jubel ab,
daß mänge Griesgram nüd cha schlofe drab

du muest nüd trurig si, min liebe Schatz,
dänn i mim Herze häst nu du en Platz.
Hör z’brieggen uf, die Zyt ist bald vorbi,
als Meister chum i hei, dann ghörst du mir.

Nach chum drü Jahren i der Summerszyt
ist ’s Hochzyt gsi mit Tanz und Gloggeglüt.
De Heiri lachet mit em ganze Gsicht,
und ’s Anneli weiß immer gute Bricht.

de Schwiegervater tanzet wie-n-en Ratz
und d’Muetter wicht em kei Minut vom Platz.
Am Stammtisch stecheds Fäßli a,
und d’Gutschner, gsehni, chönd bald nümme stah.

Im Oberland gedeiht e fröhlis Gmüet,
wie neine so im schöne Züribiet.
Derzue en gsunde Sinn, das ist kei Frag,
das ghört zum rächte Oberländer Schlag.

Ach möchtsso blibe jetzt und immerdar,
dem Land zum Säge no mängs tusig Jahr!
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