| lyric | So lieblich küßt die Sonne nicht die Morgenperlen, die an Rosen hangen, als deiner Augen frisches Strahlenlicht den Tau der Nacht vertilgt auf meinen Wangen. Der Silbermond nur halb so glänzend flimmert durch der kristellnen Fluten tiefe Reine, als dein Gesicht durch meine Tränen schimmert: du strahlst in jeder Träne, die ich weine. Dich trägt als Siegeswagen jede Zähre, auf meinem Schmerz fährt deiner Herrlichkeit; so schau, wie ich der Tränenschar vermehre, es wächst dein Ruhm, je herber wird mein Leid. Doch liebe dich nicht selbst: die Tränen scheinen dir Spiegel sonst, und ewig müßt ich weinen. |