| lyric | 1. Auf mutig! Die Höh' ist erstiegen: Ihr Freunde, wo bleibt ihr zurück? Wie herrlich die Täler dort liegen! Tief unten verliert sich mein Blick. Ich atme die süssesten Düfte, schon wallet viel leichter mein Blut; schon trink ich ätherische Lüfte und jauchze und schwinge den Hut!
2. Dort setzen die Hirten zu Mahle auf moosdichte Steine uns hin voll lieblicher Milch eine Schale; ein Körbchen mit Früchten drain. Kommt, lasst uns zusammen jetzt leeren den schäumenden vollen Pokal, und schallen, der Freiheit zu Ehren, Gesänge hinab in das Tal.
3. Hier sprudeln aus Felsen die Quellen hin unter zum bläulichen See; dort weiden, beim Klange der SChellen, die Rinder im blumigen Klee. Ich seh auf die schroffeste Spitze die schüchternen Gemsen entfliehn; tief unter mir zucken die Blitze und schweben die Wolken dahin.
4. Wann Sterne am Himmel schon flimmern und Dämmrung umhüllet das Tal, und rötlich die Gletscher schon schimmern im letzten ersterbenden Strahl; dann steigen wir fröhlich und munter, mit Zweigen von Lärchen geschmückt, ins stillere Dörfchen hinunter, wo süssere Ruh uns erquickt. |