Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Den Hauptmann Daxelhofen

Liedtext

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first_lineDen Hauptmann Daxelhofen
lyricDen Hauptmann Daxelhofen
bestaunten in der Stadt Paris
die Kinder und die Zofen
um seinens blonden Bartes Vliess.a

Print Condé zog zu Felde,
der Hauptmann Daxelhofen auch,
da fuhr am Bord der Schelde
der Blitz und quoll der Pulverrauch.

Die Lilienbanner hoben sich
sachte weg aus Niederland
und schoben sich und schoben
tout doucement zum Rheinsstrand.

„Herr Prinz, welch’ köstlich Düften!
So duftet nur am Rhein der Wein!
Und dort der Thurm in Lüften,
Herr Prinz, das ist doch Mainz am Rhein?

In Meinem Pakt geschrieben steht:
Ewig nimmer gegen’s REich!
So steht’s und ist geblieben
und bleibt sich unverbrüchlich gleich!

Ich bin vom Schwabenstamme,
bin auch ein Eidgenosse gut,
und dass mich Gott verdamme,
vergiess ich Deutscher deutsches Blut!

Im Mainz als Feind zu rücken
reisst mich kein Höllenteufel fort,
betret’ ich dort die Brücken,
so sei mir Hand und Schlund verdorrt!

Nie dürft’ ich mich bezechen
mit fommen Christenleuten mehr!
Mein Waffen lieber brechen,
als brechen Eid und Mannesehr’!“

„La, la“, klirrt Condé, „la, la,
ferner dient ihr um Doppel-Trippellohn.“
Da bricht vor’m Knie der Berner
in Stücke krachend sein Sponton,

dem Prinzen wirft er zu Füssen
der die beiden Trümmer und spricht:
„den König lass ich grüssen,
das deutsche Reich befeh’d ich nicht!“
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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