| lyric | Freudig treten wir zusammen mit des Liedes hohem Gruss, und des Altars reine Flammen glühen dir, Gott Cinthius.
Dank dir Schlangenüberwinder dank dir für den liedbegabten Mund! du vereinest deine Kinder zu Gesang und Bruderbund.
Ward das schönste nicht der Loose? ward uns nicht die höchste Lust? für das Edle, für das Grosse schlägt wohl glühendmanche Brust.
Doch es treibt ein dunkles Sehnen sie in ferne tiefe Nacht hinaus; und es sprechen ihre Thränen, ihre Freuden sich nicht aus.
Aber wir, mit kühnem Herzen, halten fest, was in uns glüht, unsre Freuden, unsre Schmerzen hauchen wir in’s warme Lied,
weben sinnig unsre Worte zu der Saiten tiefem Klang, und lebendig im Accord wird die Sprache zum Gesang.
Darum singt in lauten Tönen, was die Gunst der Musen schafft, und dem Edlen, dem Schönen weihen wir des Bundes Kraft. |