| lyric | O Gesang! Schwellender Tonfluth Hoch aufbrandendes Meer! Dir, dir gelte mein Lied!
Wundergewalt Wohnet in deinem Schooss; Mächtig und vielgestalt Zauberkräfte sind dein; Lieblicher Anmuth voll Bist du und trotziger Heldenkraft.
O wie so innig, o wie so süss Singst du der hehren, der himmelsgebor’nen, Singst du der Liebe Paradies!
Andachtschauernd, sehend bang, Auf des Gebetes heiligen Schwingen Schwebet empor dein frommer Klang.
Göttliche Freude, dem holden Geschenk, Leihst du die Stimme, volltönend un dhell; Adelnd die schäumende Lust Kränzest mit Rosen der ewigen Schöne Du den schimmernden Festpokal!
Aber am blumigen Pfad Lauern verborgen, ihr Opfer erspähend, Trauer und Schmerz. Todespforten, den Freund zu empfangen, Schwarzgähnend springen auf ... Gemartert bäumt, ein getroffenes Wild, Empor sich der Verlass’nen Herz ... Da tönet milde, tröstend leis Dein mitleidvolles Lied, Gelöst in Wehmuth sanft und lind Der bitt’re Gram entflieht.
O Gesang, Preis dir und Dank! |