| lyric | Sprengt' ein Kanppe durch den Heidenwald, Stiess den Schild an jedem harten Felsn, Schlug das Schwert an jedem roten Baumstamm, Rief und jauchzte gellend durch den Eichwald: „Auf, ihr Elfen! Stellet euch zum, Strausse! Hab’ geschworen einen mächtigen Eidschwur, Dass ich, eurer eiteln Rache trotzend, Eures Königs blondgelockte Tochter, Mir zum Scherz und minniglicher Kurzweil.“
Zischen aus dem Busche Walpurga, Spragn zum Angriff, schwang sich in den Bügel, Packt ihm an der Stirn die Scheitellocke, Biss ihn kreischend in die roten Lippen. Weh und Siechtum sehrte da den Knaben Und sein Zelter floh mit Schreck und Grausen. Als nach sieben Monden er genesen War ihm weiss entfärbt die Scheitellocke, Gähnten seine Augen hohl wie Sünde Bebten seine Lippen schwach und klanglos.
Aber als die Herzogin im MAimond Sammelte die Knapüpen von Burgundien, Sich zu küren einen eignen Pagen: „Keinen andern,“ ried sie „keinen andern, Einen einzigen will ich um mihcleiden: Jenen mit der kühnen Hünenlocke, Jenen mit dem wilden Wodansblicke, Jenen mit dem süssen Büssermunde!“ |