| lyric | 1. Es grüßt mit Trauermiene, von Tannen ernst umrauscht, die alte Burgruine, die ihrer Vorzeit lauscht. Sie thronet hoch erhaben im Felsenklüfte drinn, vorüberziehn die Raben, es klingt vom Oybin:
Requiem aeternam dona eis, Domine, et lux perpetua luceat eis.
2. Einst zogen hier die Ritter zur Fehde tückisch aus, bis daß ein Kriegsgewitter sie schlug im blut’gen Strauß. Dann ward zum Pilgerorte die Brug, o frommer Sinn, man hört der Mönche Worte vom Berge Oybin:
3. Das Kloster ist zerfallen schon längst mit Weh und Ach, der Kirche hohe Hallen deckt nun des Himmels Dach. Doch nachts, in später Stunde hebt unterm Badachin ein Sanktus an, als Kunde vom heil’ge Oybin:
4. Des Friedhofs Geister steigen aus Gräbern still empor, um betend sich zu neigen am Hochaltar im Chor. Der Mond, nach alter Weise zieht leuchtend drüber hin; ein Totenamt klingt leise im Kloster Oybin: |