Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Es grüßt mit Trauermiene,

Liedtext

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first_line1. Es grüßt mit Trauermiene,
lyric1. Es grüßt mit Trauermiene,
von Tannen ernst umrauscht,
die alte Burgruine,
die ihrer Vorzeit lauscht.
Sie thronet hoch erhaben
im Felsenklüfte drinn,
vorüberziehn die Raben,
es klingt vom Oybin:

Requiem aeternam dona eis,
Domine,
et lux perpetua luceat eis.

2. Einst zogen hier die Ritter
zur Fehde tückisch aus,
bis daß ein Kriegsgewitter
sie schlug im blut’gen Strauß.
Dann ward zum Pilgerorte
die Brug, o frommer Sinn,
man hört der Mönche Worte
vom Berge Oybin:

3. Das Kloster ist zerfallen
schon längst mit Weh und Ach,
der Kirche hohe Hallen
deckt nun des Himmels Dach.
Doch nachts, in später Stunde
hebt unterm Badachin
ein Sanktus an,
als Kunde vom heil’ge Oybin:

4. Des Friedhofs Geister steigen
aus Gräbern still empor,
um betend sich zu neigen
am Hochaltar im Chor.
Der Mond, nach alter Weise
zieht leuchtend drüber hin;
ein Totenamt klingt leise
im Kloster Oybin:
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LiedblattOybin.ChormusikTTBB