| lyric | Ruhvoll schwebt das Herz der Nacht, schwebt der Mond in seinem Glanze. Aufs Unendliche bedacht, gilt ihn nur das GRosse, Ganze.
Alles Kleine überwand stumm dies Herz in lichter Milde und auf seinem Wandel fand es die himmlische Gefilde.
Unten schlummern Busch und Baum; Giebelhäuser stehn wie Frauen, und sie scheinen wie im Traum hoch zum Himmel aufzuschaun.
Wenn des Tages Frühlicht loht, muss des Mondes Glanz zerfliesen. Strahlend wir das Morgenrot hoch am Himmel sich ergissen.
Das Gebirg erhebt seine Felsenstirnen und die Sonne schwebt über goldnen Firnen. Tief durchglänzt von Licht stürzt der Quell zu Tale, hundertfältig bricht sich’s in seine Schale.
Und die Gräser all, die vergessen waren, wiegen sich im Schall jubelnder Fanfaren.
Tropfen Perlen nicht leis, leis von Haölm und Büschen. wo sich Tau und Licht lieblich leuchtend mischen?
Herrlich bist du Tag, der des Kleinen denket und so Gras wie Hag reich mit Sonne TRänket!
Herrlich bist du Tag! Herz um Herze schwoll von den Wundern allen, trag’ die Wimper voll, Mensch, ins Tageswallen. |