| lyric | Sei gegrüßt, du Mai, langersehnter Freudenspender, du wirfst auf Feld und Flur, als voller Hand tausendfach Blumenwunder; Wintersnacht weicht vor dir überall; was dein Odem berührt, lebet auf; dein Sonnengold durchleuchtet die Wolken; es trinket die Erde deinen wonnigen Hauch; und alsobald sprießt hervor neues Leben! Sei gegrüßt, du holder Mai!
Doch lebt in der Brust, befreit von Not und Drang, neuerwacht aus der Nacht ein innig süßer Sang. Sorge, die lange schwebte in Hoffen und Entsagen, ist für stets fern verbannt, getilgt aus meinem Herzen. Kommst du nah, quillt hervor reiche Pracht, bunter Segen. In Jubel jauchzt der Mensch und preißt die Gottesgaben; er schaut die Lebensmacht und ist davon durchströmt; sein Ruf fliegt durch die Welt, umschwebt von Licht und Glanz. |