| lyric | Mittnachtsonn auf den Mittnachtsonn’ auf den Bergen liegt, blutroth anzu schau’n, es ist nicht Nacht, es ist nicht Tag, es ist ein seltsam Grauen. Mittnachtsonn’ auf den Bergen liegt. Helge liegt erschlagen! Weh’! O Frevelthat! fordr’ zurück! Weh’! Er zerrt in Freyelmuth an dem Ring, o Grau! Ha! Der Gott weicht seiner Wuth, stürtzt sich inde Flammen, und des Opferheerde Gltuh bricht mit ihm zusammen.
Tempelbrand! Giesst Wasser aus, das ganze Meer giesst d^rüber! Seht! Wolken Rauch’s sich wälzen, Frühwing saust von Norden herein! Wie die Wipfel stöhnen!
Was bedeutet Menschenmacht neben Muspels Söhnen! Gluthmeer woget in Baldurs Hain, strandlos schwellen die Fluthen! Sonne strahlet, doch Bucht und Hain spiegeln nur Höllengluthen! Weh’! Flieg’, Rauch, und suche Wirbelfluge Walhallas Höhe, ruf’, dass erschallen die Götterhallen, hier lieg’, ein Graus, des Gottes Haus, flieg’ und künde den Göttern die Frevelthat! Asche liegt nun der Tempel bald; seht, wie traurig Frithjof wallt! Glücklich der, dem sein Land nicht verschlossen! |