| lyric | Germanen durchschreiten des Urwaldes Nacht, sie ziehen zum Kampfe, zur heiligen Schlacht. Es stehen die Eichen im düsteren Kreis, und sie rauschen so bang, und flüstern so leis, als sollte der Krieger gewaltiger Schwarm durchdringen die Ahnung, erfassen der Harm.
Sie aber, sie wandeln urkräftigen Tritts, so nahet der Donner mit zündendem Blitz, und aus des Gezweiges wild düsterem Hang da wird es jetzt lauter, da tönt ein Gesang, dernn der Walkyren bewachend Geleit umschwebet die Helden und singet vom Streit:
In Odins Hallen ist es licht,. und fern der Erdenpein aus Freya’s Wonnestrahlen bricht die Seligkeit herein! Solgofnir ruft den gold’nen Tag und Braga’s Harfe klingt, mit Balmungsschlag und im Gelag die süsse Zeit entschwingt!
Da schlagen die Krieger mit wilder Gewalt die Schwerter zum Schild, dass es hallt und erschallt! Und soll denn dies Schreiten das letzte auch sein, so wollen wir gerne dem Tode uns weih’n. Doch möge aus diesem so muthigen Zieh’n, der Segen der Heimath das Siegen erblüh’n.
Teutonia’s Sühne mit freudigem Muth, sie geben so gerne ihr Leben und Blut! Die Freiheit, die Heimath ja ewig besteh’n; die flüchtigen Güter sie mögen veregeh’n! So riefen die Krieger, so zogen sie fort, gesegnet ihr Thun und bewahret ihr Wort! |