Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Immer zu in der Hast, ohne Ruh,

Liedtext

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first_line1. Immer zu in der Hast, ohne Ruh,
lyric1. Immer zu in der Hast, ohne Ruh,
ohne Rast stürzt zur Tiefe der brausende Bach;
seine Welle besprengt starren Fels
der ihn engt, und die Wurzeln des Baums,
der sich ihm wölbt zum Dach.
Von grünen Farrn bekränzet
hebt aus weissen Schäumen
bemooster Stein das feuchte Haupt;
vom Schmetterling umschwebt,
vom frischen Nass bestaubt,
hemmt er den Bach,
aber der kann nicht säumen.

Droben in der Alpenhütte
wohnet meine Braut;
Wildbach, hat sie dir,
ich bitte gar nichts anvertraut?
Nicht ein Wort?
O wär ich dort.

2. Aus des Bergs dunklem Spalt
strömt der Quell, frisch und kalt,
vor der ewigen Nacht auf der Flucht;
fliesst bald ruhig und mild
durch das grüne Gefild,
tost bald tief in der Klippen
grausig düstrer Schlucht.
Den Felsen netzend wird der Bach
ihn unterwühlen,
in jugendlichem Uebermut
reisst der den Uferrand hinunter
in die Flut und liebt’s
die Tannen zur Tiefe zu spülen.

3. So der Schall niederstürzt
und im Fall, Weg sich kürzt
bis er müde der wütenden Hatz,
in dem Lauf inne hält
unter laubigem Zelt
und sich Ruhe vergönnt
an friedlich stillem Platz.
Die sprühenden Tropfen
einen sich zum Wasserspiegel
und spielend treiben sich im Kreis
der knorr’ge Tannenstamm,
das schlanke Blütenreiss
die er entrissen dem walidgen Hügel.
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LiedblattDer Wildbach.ChormusikSSS