| lyric | 1. Freut euch alle groß und kleyn. Unsre Freud’ sey allgemeyn; heut’ ist „Sechseläuten!“ Kündigt uns den Frühling an; goldne Zeyt für jedermann: Schönste aller Zeyten.
2. Stutz den Strohmann stattlich zu. Gebt ihm Hosen, Wams und Schuh, malt ihm beyde Backen. Füllet seynen Wanst mit Stroh, Pulver in die Säck’ und so muß er heute flacken.
3. Wenn der Glocke Kahl sich regt, Sechse läut’ und Sechse schlägt, soll das Spiel angehen. Eyn gewaltig großes Feu’r muß man flammend ungehu’r mancher Orten sehen.
4. Scheynt uns gleych die Sonne nicht, schneyt es uns auch in’s Gesicht, hat nichts zu bedeuten. Bleyb’ zu Haus’ wer’s nicht vermag; ist doch heut eyn Freudentag: Ist doch Sechseläuten!
5. Drum, so freut euch, groß und kleyn. Unsre Freud’ sey allgemeyn; heut’ ist „Sechseläuten!“ Kündigt uns den Frühling an; goldne Zeyt für jedermann! Liebes Sechseläuten. |