| lyric | 1. O liebes Brünnlein, hör' sie an: Brünnlein, mein liebes Schwesterlein, du darfst meiner Mutter niemals sagen, daß ich so lieb den Liebsten hab’, und Vater, den geht das auch nichts an. Doch wenn wir dann sind ein Ehepaar, dann dürfen es alle wissen.
2. O liebes Brünnlein, hör' sie an: Heute pflanz’ ich eine Weide, die dir im Sommer Schatten spendet, und auch ein Wasserrinnlein leg’ ich, aus dem dann weiße Lämmchen trinken; und duftige Veilchen werde ich pflanzen, säe ich dir, dir dich dann erfreuen.
3. O liebes Brünnlein, hör' sie an: Aber wer kommt da schnell gegagnen, will sich den Durst am Brunnen löschen? s’ist eine schöne Müllerin, dem Liebsten möcht’ den Durst sie löschen. Sie trägt einen Krug und schöpft mit ihm Wasser, klares Wasser, das schöne Mädchen. Und der Liebste trinkt begierig, und er spielt auf der Flöte ein lied. |