| lyric | 1. Last uns auf alle Berge gehen, wo jetzt der Wein zu Tale fliesst, und überall am nächsten stehen, wo sich der Freude Quell ergiesst, uns tief in allen Augen spiegeln, die durch das Rebenland erglühn! Lasst uns das letzt Lied entriegeln, wo noch zwei rote Lippen blühn!
2. Wohl wird man edler durch das Leiden, und strenger durch erlebte Qual; doch hoch erglühn in guten Freuden, das adelt Seel und Leib zumal. Und liebt der Himmel seine Kinder, wo Tränen er durch Leid erpresst, so liebt er jene drum nicht minder, die er vor Freude weinen lässt!
3. Und sehen blasse Gramgenossen sich nach dem Grab in ihrer Not, wem hell des Lebens Born geflossen, der scheut noch weniger den Tod! Taucht euch ins Bad der Lust, ins klare, das euch die klurze Stunde gönnt, dass auch für alles heilig Wahre ihr jede Stunde sterben könnt! |