| lyric | 1. Es wallt das Korn weit in die Runde, und wie ein Meer dehnt es sich aus; doch liegt auf seinem stillen Grunde nicht Seegewürm noch andrer Graus; da träumen Blumen nur von Kränzen und trinken der Gestiren Schein, O goldnes Meer, dein friedlich Glänzen saugt meine Seele gierig ein!
2. In meiner Heimat grünen Talen, da herrscht ein alter schöner BRauch: Wann hell die Sommersterne strahlen, der Glühwurm schimmert durch den Strauch, dann geht ein Flüstern und ein Winken, dass ich den Ährenfelde naht, da geht ein nächtlich Silberblinken von Sicheln durch die goldne Saat.
3. Das sind die Burschen jung und wacker, die sammeln sich im Feld zuhauf und suchen den gereiften Acker der Witwe oder Waise auf, die keines Vaters, keiner Brüder und keines Knechtes Hilfe weiß. Ihr schneiden sie den Segen nieder, die reinste Lust ziehrt ihren Fleiß.
4. Schon sin didie Garben festgebunden und rasch in einen Ring gebracht; wie lieblich flohn die kurzen Stunden, es war ein Spiel in kühler Nacht! Nun wird geschwärmt und hell gesungen im Garbenkreis, bis Morgenluft die nimmermüden braunen Jungen zur eignen schweren Arbeit ruft. |