| lyric | Abends in der Maienzeit klang der Reigen hell und weit, klang zum Hügel drunten tief, ach! ein junges Mädchen schlief.
Weckt im Grab die Schäferin; halbnochträumend horcht sie hin, hebt sich, ordnet ihr Gewand, knüpft das weisse Schleifenband;
nimmt die welken Blumen ab, bricht sich andre von dem Grab; weiss nicht, dass in ihrem Kranz der frische Rose Glanz.
Eilt zur Linde, schwebt im Kreis, alle glühend, sie nur Eis, Saite springt, dun Sang wird stumm, Tanz zerstoben um und um.
Alles stille, sie allein, Dämmerglocke tönt herein, fern erlischt das Abendrot, armes Mädchen, tot ist tot. |