| lyric | In stiller Stund', wenn das Abendrot um meiner Heimat Berge flimmert, die Falkenburg wie Feuer loht und fern der Alpenfirn herüberschimmert, dann rauschen leise durch die Frühlignspracht viel alte Märchen und gra süße lieder, die Träume meiner jugend sind erwacht, und meiner Seele Saiten klingen wieder!
Ich lausch’^und träum’ der Kindheit süßen Traum, die Zeit entschwebt auf nimmermüden Schwingen und plöätzlich braust um mich, ich merkt es kaum, des Lebens Wellen heißes Ringen; am Steuer stehend lenk’ ich mein Schiff durch Sturm und Wogen! Vergaß oft das Land, das liebend mich vor Jahren groß gezogen.
Doch wenn in maienheller Frühlingsnacht die Stern funkeln auf des Himmels Au’n, erfaßt die Sehnsucht mich mit Zaubermacht und fürht mich fort zu meiner heimat Gau’n; dort träumt mein Vaterhaus so lieb und traut, die Luft durchzittern leis die alten Lieder, mein Herz horcht auf beim wohlbekannten Laut und meiner Seele Saiten klingen wieder! |