| lyric | 1. Wie der Hirsch nach frischen Quellen, schreit nach dir, o Gott, mein Herz, meiner Sehnsucht Segel schwellen himmelan und heimatwärts, nach dem Land der ew’gen Wonnen, nach dem lauten Lebensbronnen, da der große Seelenhirt seine Schafe weiden wird.
2. Was vom himmlischen Entzücken ahnend je mein Herz durchflog, was in sel’gen Augenblicken tropfenweis die Seele sog, dort umrauscht mich’s überschwenglich, ungetrübt und unvergänglich, aller Seligkeiten Meer wogt und wallet um euch her.
3. Was in bangen Erdenstunde je das arme Herz beklemmt, wird in jenes Stromes Grunde fortgespült und weggeschwemmt, dort quillt Labung jedem Sehnen, Stillung aller Erdentränen, allem Kummer, allem Leid selige Vergessenheit.
4. Herr, ich harre, Herr, ich dürste schmerzlich nach der Ewigkeit, führe mich, o Lebensfürste in den Frieden aus dem Streit, müde bin ich aller Leiden, müde auch der Freuden, meine Seele schreit nach Dir, Herr, mein Gott, wenn rufst du mir. |