| lyric | Ein Mädchen, das auf Ehre hielt, libet einst ein Edelmann, da er schon längst auf sie gezielt, traf er allein sie an. Er stieg sogleich vom Pferd und sprach: Komm, küsse deinen Herrn! Sie rief vor Angst und Schrecken: Ach ja, von Herzen gern!
Ei ei ei ei! Warum nicht nein?
Sei ruhig, sprach er, liebes Kind, und schenke mir dein Herz; denn mein Lieb ist treu gesinnt, nicht Leichtsinn oder Scherz. Dich mach ich glücklich! Nimm das Geld, den Ring, die goldne Uhr, und hab ich sonst, was dir gefällt, o sags und fordre nur.
Ei ei ei ei! das klingt recht fein!
Sie sprach: Nien, das wär’ viel gewagt! Mein bruder möcht’ es sehn, und wenn derps meinem Vater sagt, wie wird mirs dann ergehn! Er ackert uns hier allzu nah, sonst könnt’ es wohl geschehn. Schaut nur von jenem Hügel, da könnt ihr ihn ackern sehn.
O ho! O ho! was soll das sein?
Indem der Junker geht und sieht, schwingt sich das lose Kind auf seinen Rappen und entflieht geschwinder als der Wind. Lebt wohl, rief sie, mein gnäd’ger Herr! So räch’ ich meine Schmach! Ganz eingewurzelt steht er da und gafft ihr staunend nach.
Ha! ha! ha! ha! das war recht fein! |