| lyric | In meiner Firne feierlichem Kreis lagr’ ich am schmalen Felsengrate hier; aus einem grünerstarrten Meer von Eis erhebt die Silberzacke sich vor mir.
Der Schnee, der am Geklüfte hing zerstreut, in hundert Rinnen rieselt er davon und aus der schwarzen Feuchte schimmert heut der zarten Soldanlle Glocke schon.
Bald nahe tost bald fern der Wasserfall, er stäubt und stürzt, nun rechts und links verweht, ein tiefes Schweige und ein steter Schwall, ein Strom, ein Gebet!
Nur bene mir des Murmeltieres Pfiff, nur über mir des Geiers heisrer Schrei. Ich bin allein auf meinem Felsentrift und ich empfinde, dass Gott bei mir sei. |