| lyric | 1. Das fernste Abendrot verglüht und leis das letzte Vöglein singt, so wie mit Wehmut im Gemüt ein stilles Scheidelied verklingt. Die Raben zieh’n im stillen Flug dem düstern Tannenwalde zu; heim kehrt der Landmann mit dem Pflug und Alles geht zu seiner Ruh!
2. Das Abendglöcklein klinget laut und jung und alt eilt zum Gebet: die Sterne blicken fromm und traut auf alles was in Andacht steht. Die Blumen, die der Tag egküßt, die schliessen sich eim Traume zu; die Nacht allein ist’s, die nun grüßt denn Alles geht zu seiner Ruh!
3. Mein Herz mit seinem ernsten Weh allein bewegt noch mit sich spricht: ein Sehnen das ich gut versteh’, will Rast und Ruh’ ihm geben nicht! Mein Herz, ach! du bist selber schuld, daß noch nicht schließt dein Aug’ sich zu; sei still in deiner ungeduld, bald geht dein Leid mit dir zur Ruh! |