| lyric | 1. Auf der sonnigen Halde am Mittenberg, da blühen die Klosterreben; da hört man wohl täglich beim Winzerwerk ein fröhliches Singen erheben. So geht’s im Frühling zur Sommerszeit, im gold’nen Herbst nicht minder, und täglich der Chorherr dort benedeit, des Bistums gehorsame Kinder.
2. Er segnet den Weinberg, er segnet das Land, mit huldreich erhob’nen Händen vom Hügel, wo einst Sankt Luzi stand auf trotzigen Mauerwänden. Er weiß, ein heidnischer Zauber ruht im feurigen Klosterweine: der Weinberg, der ist ein heidnisches Gut, der Römer pflanzt dort ihn am Raine.
3. Und trotz seinem stärksten Verschwörungswort da ist es nicht ganz geheuer beim Lesen im Herbst, wenn da und dort erglüh’n die nächtlichen Feuer.
4. Dann regt sich’s und raschelt im dürren Land, dann jauchzt es hell durch die Lüfte, und wirbelnd entsteigt’s dem Erdenstaub, als wollten sich öffnen die Grüfte. Wildfrühliche Geister mit Laub im Haar umschwärmen die alten Ruinen: ein Taumel ergreift die Winzerschar, sie jauchzen und tanzen mit ihnen! |