| lyric | 1. Ich tret hinaus und schau den Himmel aller Enden; hoch über mir im Blau die Schrift von Gottes Händen. Stern neben Stern gestellt, die scheinbar stille stehn und doch durchs runde Feld gewiesne Bahnen gehn.
2. Verhängt mit Wolken war vo rmitternach die Runde; nun blickt’s demanten klar auf schleierlosem Grunde. Als wär es uns zum Trost was unser AUge sieht; Welt hat nicht mehr erlost, als dir und mir geschieht.
3. Sie träumt, im Sternenkranz nach Wind und Wolkenschauer, sie lacht im Sonnenglanz und hält im Nebel Trauer. Sonn, Mond und Sternenschein gehn ewig gleiche Fahrt; der Trug sch^leicht zwischen ein, wo wir ihn nicht gewahrt.
4. Du spinnst dir, Menschenkind, aus eigner Schuld den Schaden und machst dich willig blind im Angesicht der Gnaden. Von Sünden kommt dir dies, falsch Tun und falsch Gedicht. Blick über dich und lies: Auch du bist Licht aus Licht. |