| lyric | Silbernes Mondlicht fließt über das Gestein und den ewigen Schnee der ernstgestimmten Berge: Schluchzende Melodien singt der Bach im dunklen Grund weil er ewig Tränen versunkener Opfer führt des Gletschers.
Am nachblauen Himmel einigt sich der Sterne Heer, zu stummer Andacht über der träumenden Erde, betet für sie als ein schlafendes, ausgetolltes Kind, das sich müde geweint im schützenden Arme der Mutter.
Blaue Schleier webt die Nacht um Felsen und Klüfte als deckte sie sorglich Blößen dürftiger Menschen: Bergtannen flehen als väterliche Mahner zum abendlichen Zelt empor. Und die Blümlein huscheln sich selig in das weiche Kleid der Nacht, betraut und gekost vom leise fächelnden Winde.
Ein Alphorn singt zu Tal und nun welken die Echos der Geister Chöre und himmlischer Wohllaut verkündet sich übers schwänglich Sterblicher Ohren, Wohllaut: Da erbebt mein Herz vor der Schöpfung Allgewalt und ich glaube, nicht mehr wert zu sein in dieser Heiligkeit zu wohnen! |