Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

1. Im silbernen Mondlicht wallte der Rhein,

Liedtext

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first_line1. Im silbernen Mondlicht wallte der Rhein,
lyric1. Im silbernen Mondlicht wallte der Rhein,
ein Posthorn klang in der Ferne;
wir sahen uns tief in die Augen hinein
und leuchtend standen die Sterne.
Da hst du mir schluchzend dein Lieben bekannt,
wie hat es so süss mir geklungen!
Dann bin ich gefahren durch’s blühende Land
und habe begeistert gesungen:

Du strahlender Himmel,
wie bist du so tief,
Du blühende Erde,
wie bist du so weit,
dieweilen ich träumte,
dieweilen ich schlief.
Gegrüsst, seid gegrüsst,
es ist ja Frühlingszeit!

2. Und wieder blühte der Holder im Thal,
und wieder zum Rhein ging mein Wandern;
da sah ich dich heimlich zum letzten mal,
da hingst du am Arm eines Andern.
Ich weiss nicht, war es ein Schmerzensschrei,
derschrill durch die Stille geklungen?
Da zogen wandernde Bursche vorbei,
die haben mein Lied mir gesungen:

3. Es werden Blumen verblüh’n und vergeh’n,
man wird mich vergessen, begraben
und du, du wirst ihn nicht wiederseh’n
den armen, verlassenen Knaben.
Doch kommst an mein Grab du,
so geh’ nicht vorbei,
schau einmal noch trauernd hernieder.
Es ist ja wie damals mitten im Mai,
und die Amsel singt es im Flieder:
Himmel so tief, du blühende Erde,
wie bist du so weit,
dieweilen ich träumte, dieweilen ich schlief!
Gegrüsst, seid gegrüsst!
Es ist ja Frühlingszeit!
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