Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Almenrausch und Edelweiß,

Liedtext

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first_lineAlmenrausch und Edelweiß,
lyricAlmenrausch und Edelweiß,
ew’ger Firn und Gletschereis,
und wir zweie auch dazu,
Sennerin und Sennerbu’:
Sind hoch da droben nur zu Haus,
kennen uns sonst nirgends aus,
wo die Sonn’ die Felsen küßt,
dorten unsre Heimat ist.

Hier im engen Tal
Menschen ohne Zahl,
schauen wenig oder nichts von Gott;
alles hastet, jagt,
jeder nur sich plagt,
um das liebe, liebe täglich’ Brot.

Habt für Gott nicht Zeit,
nur beim Sonntags’läut
kommt und betet ihr im Kirchlein klein;
kennt nicht Zitherschall,
kennt nicht Jodlerhall’,
drückt mir schier das Herz ein.

O ihr Berge, Heimat meiner Lieder,
all’ mein Freud ließ ich dort ob’n bei euch,
gebt mir Hoffnung, Glaub’ und Liebe wieder,
nehmt mich auf in euer Sonnenreich.
All’ ihr Wolken und ihr leichte Sänger,
grüßt mir meine Berge tausendmal,
sagt und klagt wie hier in weiter Ferne
Bergeskind sich sehnt im engen Tal!

Wenn scih einst die müden Augen schließen,
berge, gönnt ein kleines Fleckchen mir,
laßt dann ewig, ewig mich genießen,
was im Leben ihr versagtet mir.
Alpenblumen, blüht für mich dann wieder,
Alpenkind ist wieder dann zu Haus!
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
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