| lyric | Es liegt ein Eiland in der Brandung vom Meer des Lebens rings umschäumt, wo jung und frei, nach froher Landung der Geist von seinem Eden träumt.
Auf diese Eilands Gestade wieder im Festesreigen setzt euren Fuss, zu edler Tagung im Reich der Lieder folgt heute freudig dem Sängergruss.
Auf grüner Insel des Gesanges weht eines hehren Geistes Hauch für Lust und Schmerz des Lebesnganges, wür Wohl und Weh der Heimat auch.
Auf hoher See, in wilder Brandung manch Schifflein treibt in Sturmesnacht. Der Welle Spiel harrts doch der Landung. O Gott, es bringt so edle Fracht.
Es hegt im Busen sein starker Lenekn des Landes Wohlfahrt als heil’ge Glut. Er folgt der Losung edler Denker und liebt und steurt sein edles Gut.
Zieh ein ins Eiland des Gesanges, du festlich Volk! Die Fahnen weh’n. Und sing ein Lied: „Trotz all des Dranges solch Schifflein wird nicht untergehn.“
Dort draussen auf dem Meer des Lebens versank dir wohl in Wogennacht manch theures Kleinod deines Strebens, das dich unendlich reich gemacht.
Ein süssers Hoffen auf Lenz und Liebe, o Gott, wie selig war doch der Traum! Ein Sturm des Schaffens im Weltgetriebe, die besten Reiser am Lebensbaum.
Zieh ein, o Freund, zum Fest der Lieder auf des Gesanges Inselreich. Was dort erstarb, hier lebt es wieder auf Liedes Schwingen phönixgleich. |