| lyric | Zu Rüdesheim in der Drosselgass da winkt ein grüner Strauss, da trinkt man früh bis Abends spät die Gläser fleissig aus. Da geht der Wein im Kreis herum, da singet man im Chor, wie’s an der Wand geschrieben steht, im Bass und im Tenor:
Rüdesheimer Wein, blonde Mägdelein, sind das Elixier, drum Freund, ich rate dir: Lieb dein Lebenlang Wein und Becherklang und die Mägdelein tief ins Herze ein.
Zu Rüdesheim in der Drosselgass kein Wandrer geht vorbei, da segnet Gott die Fröhlichkeit der Zecher Kumpanei. Bläst noch so kalt der Wisperwind, hier schmilzt und bricht das Eis. Das Herz taut auf, Glas klingt an Glas, hell tönt’s im Zecherkreis:
Zu Rüdesheim in der Drosselgass schägt Nachts die Uhr auch zwölf, wir weichen nciht vom Tugendpfad, vom Paragraphen Elf. Das Gässlein, ott sei Dank ist schmal, wenn man nach Hause geht, man tastet rechts, man tastet links und murmelt halb verdreht: |