| lyric | 1. Gretelein am Kanderbach sitzt nicht gern am Rocken, duckt die Schwalb’ sich unters Dach, heftet sie die Locken und dreht flugs sich aus dem Haus, flinker als ihr Rädchen.
Gretelein, nimm’ dich in acht, gefährlich ist die Frühlingsnacht!
2. „Trinke nur junge Maienluft nach des Tages Mühen, Flieder und Holderduft; Vater, lass’ mich ziehen!“ Bei der Sägemühl’ am Bach ist ein lauschig Plätzelein; sind die ersten Sterne wach, küss’ ich dort mien Schätzchen.
Gretelein, ich harre dein, spärlich blinkt der Mondenschein!
3. Flieder und Holunderbaum sind wie’s Grab vberschwiegen, und die Stunden wie im Tarum dort so rasch verfliegen! Nä htens sprach mein kluger Schatz: Würden Küss’ zu Sternchen, an dem Himmel wär’ kein Platz für die Laternchen; und es ist doch unsr’e Welt auf das Beste schon erhellt. |