| lyric | 1. Auf dunkeln Schwingen senkt sich wieder so ahnungsvoll, so tröstlich mild, des Jahres letzter Abend nieder zum winterlichen Schneegefild. Der Abendglocken fromm Geläute tönt hehren Klanges durch die Nacht, und predigt wenn ich’s recht mir deute: Der Herr hat Alles wohlgemacht.
2. Verrauscht ist nun der bunte Reigen des Jahreslaufs mit Lust und Leid. Doch Gottes ew’ge Sterne steigen so tröstlich aus der Dunkelheit. Und freundliche winkt aus blauen Höhen der Abendstern in milder Pracht: ob Jahre kommen Jahre gehen, Der Herr hat Alles wohlgemacht.
3. Habt Dank, wie seid ihc schnell entschwunden, ihr Freuden die das Jahr mir bot! Fahr hin, wie bist du überwunden, all dieses Jahres Müh und Noth! Schlaft wohl, ihr abgeschiednen Lieben ob einmal noch der Schmerz erwacht, mir ist ein süsser Trost geblieben: Der Herr hat Alles wohlgemacht. |