| lyric | Im Haine hört das Abendläuten, der Vöglein Sang schon leis verklingen, des fernen Kuckucks neckend Rufen, die Nachtigall von Liebe singen.
Der linde West durchrauscht die Zweige, betaut von feuchtem Perlenkranze, rings prangt der Wald, vom Mondensilber umwebt mit tausendfachem Glanze.
Bald träumen Halme, träumen Blumen, in Baumeswipfeln hangen Träume; nur Rehlein wacht noch, daß im Taue nicht Nachttrunk und Bad es versäume.
Dann schläft es auch, die Vöglein schlummern, Nachtigall läßt allein sich hören. Ihr Liebeslied, das sanfte Flöten wird den Schläfer wohl nicht stören.
Drauf schweigt auch sie. Nun ruhen alle, und Nacht bedeckt mit dunklem Schleier nun den Hain und drinnen jeglich Leben, am Himmel Sterne schweben zur stillen Abendfeier. |