| lyric | 1. Bübchen schliess die Äuglein nun alle Menschen geh’n zu ruh’n. Ueber die Wiesen durch’s Fensterlein steigen siehst du der Träume lieblichen Reigen, wiegen dich ein, Bübelein, und die Sterne himmlischen Nacht halten auf Erden für dich die Wacht.
2. Horch, was singt der erste Traum? Leise, leise, hörst es kaum: Kom vom goldenen Himmelsbogen lustig ein Vögleinb niedergeflogen, baute sich fest, schnell ein Nest und vom Becherlein aus Kristall, trank es des Lebens süssen Schwall.
3. Horch nun, wie es fröhlich klingt was der zweite Traum dir singt: Aus des Vögleins jauchzender Kehle sang der Liebe jubelnde Seele, freudig vor Lust quoll ihm die Brust, höher und höher in schweifendem Flug,m wolkenwärts immer das Lied es trug.
4. Kindlein schlaf, sonst wird dir bang! Düster ist des dritten Klang. Strebend hinauf zum Himmelsbogen hat sich das Vöglein matt geflogen, Stürzen es lässt sich in’s Nest, und das Becherlein kommt zu Fall. Mit dem Vöglein ist’s aus und all!
5. Was sie sangen fromm und sacht, Leben wird’s, bist du erwacht. Aber nun atmest du strahlende Lüfte und des Frühlings schlummernde Düfte schlafe nur sacht, noch in der Nacht, glänzt schon glühende Sterne Schein: Einer von allen mein Knäblein ist dein. |