| lyric | Hört ihr das Singen, das lockende Klingen? tausendstimmig tönt ins Tal der Ruf mit einem Mal! Frühling stieg wieder vom Berge hernieder, blau lacht der Himmel und gründ die Welt.
Eh wirs uns noch recht versehn, ist er da, licht und schön, hat mit Hei und Tralalei, froh sich eingestellt! Strahlender Morgen scheucht alle Sorgen. Seht das Neue, kommt ins Freie!
Harren und Bangen sind nun vergangen! Überall ein Glückverlangen. Weich wehen Lüfte und lösen die Glieder vom Banne des Winters die Sehnsucht kommt wieder, zu wandern in all der Lust mit jauchzender Brust. Drum nicht zurücke, hebt vorwärts die Blicke, wo uns der Lenz seine Wunder zeigt.
Grüßt im Schreiten die Natur, wIe und Wald, Feld und Flur, ihrer Kräfte junge Spur stark der Erd entsteigt! Welch Walten, Sichentfalten.
Schwestern und Brüder, singt eurer Lieder tausend Weisen, ihn zu preisen: Hinaus in den Lenz!
Hier im kühlen Schatten rasten wir, wo der Wald uns gibt ein gut Quartier, lagern unter grünen Bäumen, um zu träumen vom Märchen, das beim Rauschen in Busch und Tann erwacht.
Heimlich lauschen wir dem zarten Laut, der dem Herzen innig längst vertraut. SonnenselgeLustgedanken leicht sich ranken und schwingen sich im Wonnetraum hin über Zeit und Raum.
Heilger Schauer strömt in unser Wesen, das vom Zauber solcher Schönheit bebt, und vom Irdschen kann der Leib genesen, wenn der Geist zum Himmelszelt sich hebt. Holdem Zwange, süß und bange, gibt sich hin der heitre Sinn. |