Liedersammlung des Zürcher Chorliederverlag

Hört ihr das Singen,

Liedtext

indexcontent
first_lineHört ihr das Singen,
lyricHört ihr das Singen,
das lockende Klingen?
tausendstimmig tönt ins Tal
der Ruf mit einem Mal!
Frühling stieg wieder
vom Berge hernieder,
blau lacht der Himmel
und gründ die Welt.

Eh wirs uns noch recht versehn,
ist er da, licht und schön,
hat mit Hei und Tralalei,
froh sich eingestellt!
Strahlender Morgen
scheucht alle Sorgen.
Seht das Neue,
kommt ins Freie!

Harren und Bangen
sind nun vergangen!
Überall ein Glückverlangen.
Weich wehen Lüfte
und lösen die Glieder
vom Banne des Winters
die Sehnsucht kommt wieder,
zu wandern in all der Lust
mit jauchzender Brust.
Drum nicht zurücke,
hebt vorwärts die Blicke,
wo uns der Lenz
seine Wunder zeigt.

Grüßt im Schreiten die Natur,
wIe und Wald, Feld und Flur,
ihrer Kräfte junge Spur
stark der Erd entsteigt!
Welch Walten,
Sichentfalten.

Schwestern und Brüder,
singt eurer Lieder
tausend Weisen,
ihn zu preisen:
Hinaus in den Lenz!

Hier im kühlen Schatten rasten wir,
wo der Wald uns gibt ein gut Quartier,
lagern unter grünen Bäumen,
um zu träumen
vom Märchen, das beim Rauschen
in Busch und Tann erwacht.

Heimlich lauschen wir dem zarten Laut,
der dem Herzen innig längst vertraut.
SonnenselgeLustgedanken
leicht sich ranken
und schwingen sich im Wonnetraum
hin über Zeit und Raum.

Heilger Schauer strömt in unser Wesen,
das vom Zauber solcher Schönheit bebt,
und vom Irdschen kann der Leib genesen,
wenn der Geist zum Himmelszelt sich hebt.
Holdem Zwange,
süß und bange,
gibt sich hin der heitre Sinn.
language ISO 639deu = german / allemand / deutsch / deutsch
protection ©domain public