| lyric | Gebrochen ist das warme Herz, Das uns in Liebe geschlagen, Dahin die Lust, der süsse Schmerz Von frühen glücklichen Tagen. Die Seele, drin so spiegelklar Wir täglich uns geschauet, Drin unser Bild so wunderbar Dem Geiste sich vertrauet Sie ist nicht mehr: verloschen, verweht Sind all die heiligen Flammen, In denen der Erde Majestät In Liebe floss zusammen!
Er kehret nicht: ach sein eHAnd Grüsst nicht mehr zu uns nieder, Sein Fuss durchwallt nicht mehr das Land, Sein Lied erklingt nicht wieder. Dahin ist seines Mundes Kuss, Der Augen Himmelssüsse Der Lippe Melodienfluss Und ihre Liebesgrüsse! O TOd, du grauser Lebensfeind, Bei Gott wir dich verklagen, Was thaten wir, dass du gemeint Und solche Wunde zu schlagen?
O klage mit uns, was klagen mag; Ihr Blüthen nah und ferne. Ihr Vöglein all im Waldeshag, Am Himmel ihr goldnen Sterne! Wer soll nun unsre Stimme sein, Wenn unsre Seelen erklingen, Wer unsern Jubel, unsre PEin Den ew’gen Geistern singen? Wie sollen wir uns nun selbst versehn, Da ihn der Tod erbeutet, Der unser tiefstes Seelenwehn In Lieb’ uns stets gedeutet.
Genommen ist der Welt ihr Glanz, Lasst Schmerzenslieder ersteigen, Und als lebendigen Grabeskranz Zum todten Sänger uns neigen. |